ANMELDUNG DIENSTNEHMER

Alle Dienstnehmer müssen bereits vor

Arbeitsantritt bei der Gebietskrankenkasse

angemeldet werden.

Wenn Sie uns die Daten nicht rechtzeitig übermitteln können (z.B. am Wochenende oder am Feiertag; in der Früh, wenn Kanzlei noch geschlossen) müssen

  • die Dienstgeberkontonummer (ersichtlich am Auszahlungsjournal)
  • Name und Versicherungsnummer bzw. Geburtsdatum des Dienstnehmers
  • Ort und Tag der Beschäftigung

telefonisch oder per Fax an folgende Nummer gemeldet werden:

Fax-Nr.: 05 78 07 – 61
Tel.-Nr.: 05 78 07 – 60

ERHALTUNGSAUFWENDUNGEN

Anschaffungsnahe

Erhaltungsaufwendungen für Gebäude

Anschaffungsnahe Erhaltungsaufwendungen sind auch aufgrund des bloßen zeitlichen Zusammenhanges mit dem Kauf und dem Verhältnis der Höhe der Aufwendungen zum Kaufpreis nicht zu aktivieren. Dies gilt sowohl für den betrieblichen als auch für den außerbetrieblichen Bereich.   Anschaffungsnahe (= nachgeholte) Erhaltungsaufwendungen sind Aufwendungen, die in einem zeitlichen Zusammenhang mit dem Erwerb einer Liegenschaft stehen. Bisher mussten solche Aufwendungen aktiviert werden, weil der Kaufpreis der Liegenschaft deswegen niedriger ist, weil nicht der Verkäufer, sondern erst der Käufer diese Aufwendungen tätigt. Die Aktivierung sollte eine Gleichstellung mit einem Käufer herstellen, dessen erworbene Liegenschaft vor der Veräußerung verbessert wurde und der deshalb einen höheren (aktivierungspflichtigen) Kaufpreis zu zahlen hatte.

Einkommenssteuerrichtlinien mit 1.1.2011 geändert

Der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) geht aber mittlerweile nicht mehr von einer Aktivierungspflicht aus. Als Reaktion auf den VwGH wurden die Einkommenssteuerrichtlinien mit 1.1.2011 geändert. Danach sind anschaffungsnahe Erhaltungsaufwendungen auch aufgrund des bloßen zeitlichen Zusammenhanges mit dem Kauf und dem Verhältnis der Höhe der Aufwendungen zum Kaufpreis nicht zu aktivieren. Dies gilt sowohl für den betrieblichen als auch für den außerbetrieblichen Bereich der Vermietung und Verpachtung. Für Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Erwerb einer Liegenschaft sind die allgemeinen Aktivierungsregeln für Gebäudeaufwendungen zu beachten.

Offene Verfahren: Option zur Rechtslage ab 1.1.2011 möglich

Für bis 31.12.2010 aktivierte Aufwendungen ist die Absetzung für Abnutzung (AfA) weiterhin fortzusetzen. Mit Zustimmung des Steuerpflichtigen kann jedoch in offenen Verfahren jene Rechtslage angewendet werden, die für ab 1.1.2011 anfallende Erhaltungsaufwendungen gilt.

ABSCHREIBUNG MIETGEBÄUDE

Abschreibung für ein Mietgebäude

Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Gebäudes können nicht sofort steuerlich abgesetzt werden. Sie sind über die voraussichtliche Nutzungsdauer des Gebäudes zu verteilen. Der Zeitpunkt des Beginns der Abschreibung ist jedoch nicht immer eindeutig festzulegen.   Der Gesetzgeber unterstellt bei der Vermietung im privaten Bereich eine Nutzungsdauer von rund 67 Jahren (entspricht einer Abschreibungsquote von 1,5% pro Jahr), im betrieblichen Bereich von rund 33 bis 50 Jahren (entspricht einer Abschreibungsquote von 2 bis 3% pro Jahr). Eine geringere als die gesetzlich vorgeschriebene Nutzungsdauer, die zu höheren, jährlichen Abschreibungsbeträgen führt, kann nur dann zur Berechnung der Abschreibungen herangezogen werden, wenn diese mittels Gutachten über den Bauzustand des Gebäudes nachgewiesen wird.

Zeitpunkt der Fertigstellung des Gebäudes

Hinsichtlich des Zeitpunkts, ab dem der Vermieter die Abschreibung steuerlich geltend machen kann bzw. das Gebäude zur Einkunftserzielung nutzt, stellt die Rechtsprechung auf den Zeitpunkt der Fertigstellung des Gebäudes oder dessen Bereitstellung zur Vermietung ab. Da die Bereitstellung zur Vermietung unter Umständen bereits vor der Erzielung von Mieteinnahmen erfolgt, kann es durch die Absetzung der Abschreibung zu Anlaufverlusten oder vorweggenommenen Werbungskosten kommen. Diese werden vom Fiskus nur dann steuerlich anerkannt, wenn die Absicht zur künftigen Vermietung deutlich nach außen in Erscheinung tritt. Das geschieht etwa durch den Abschluss von Mietverträgen, die Beauftragung von Maklern mit der Mietersuche oder das Schalten von Annoncen.

Generalsanierung vor Vermietung

Was ist aber, wenn das Gebäude in grundsätzlich vermietungsfähigem Zustand gekauft wurde aber vor der Vermietung noch einer Generalsanierung unterzogen wird? Das Finanzamt unterstellte in einem Fall, dass die Fertigstellung und damit die Nutzbarkeit des Gebäudes zur Vermietung erst nach Abschluss der Sanierungsarbeiten erfolgen kann.
Der Unabhängige Finanzsenat (UFS) meinte dazu, dass die für die Abschreibung maßgebliche Nutzung zur Einkünfteerzielung aber bereits dann gegeben ist, wenn ein grundsätzlich vermietungsfähiges Gebäude zum Zwecke der anschließenden besseren Vermietung saniert wird. Außerdem tritt der bereits ab Anschaffung vorliegende altersbedingte Wertverzehr des Gebäudes gegenüber der nutzungsbedingten Abnutzung durch die anschließende Vermietung in den Vordergrund. Somit lag im konkreten Fall nach Ansicht des UFS bereits ab dem Tag der Anschaffung des Gebäudes die Berechtigung zum Abzug der Abschreibung vor.

Zeitpunkt der Bezahlung irrelevant

Auch ist zu beachten, dass für die Abschreibung der Zeitpunkt der Bezahlung der Anschaffungskosten beim Einnahmen-Ausgaben-Rechner (gewerbliche Vermietung) sowie beim Überschussermittler (private Vermietung) irrelevant ist. Auch später bezahlte Teile der Anschaffungskosten und Anschaffungsnebenkosten sind im Anschaffungsjahr in die Abschreibungsbemessung mit einzubeziehen.